Dienstag, 3. November 2009

Danke!

Die Zeit verging wieder einmal viel zu schnell. Unsere Reise nach Kambodscha ist leider schon wieder vorbei. Sie war unglaublich und unvergleichbar schoen. Wir wollen deshalb noch einmal allen Leuten danken, die diese Reise zu einer einer solchen gemacht haben.


Als erstes einmal ein riesengroßes Dankeschoen an Daniela Titze, die den Austausch mit den Kambodschanern von PPS ueberhaupt erst ins Leben gerufen hat.
Du hast uns die Moeglichkeit gegeben, Dinge, Menschen und Kultur zu erleben, die Andere niemals erleben koennen und hast uns damit ermoeglicht sehr wertvolle Erfahrungen zu sammeln.
Leider konntest Du diesmal nicht mitfahren. Wir haben jedoch oft an dich gedacht und freuen uns auf eine hoffentlich naechste Reise wieder mit Dir zusammen.

Ein großes Dankeschoen auch an Anna und Katha, die nicht nur sehr viel organisatorische Sachen auf PPS klaerten, sondern auch unsere Bootsfahrt nach Siem Reap und unseren kompletten Aufenthalt dort organisierten. Dank euch beiden konnten wir uns auf PPS hauptsaechlich auf unsere musikalischen Aktivitaeten konzentrieren.
Außerdem hat es uns sehr viel Spaß gemacht, mit euch zu reisen.

Vielen Dank auch an Alex, mit dem wir zwei klasse Shows auf die Beine stellen konnten und der uns mit den "dronen" Klaengen seines Didges enorm unterstuetzte, das Publikum jubelnd und tanzend ausflippen zu lassen.
Wir hatten nicht nur bei deinen Didgeridooworkshops, sondern waehrend der ganzen Reise sehr viel Spaß mit Dir!

Und natuerlich wollen wir Manni und Sara danken, ohne die wir diese Reise niemals haetten in Angriff nehmen koennen und ohne die die Tebras heute gar nicht existieren wuerden, da wir alles von und bei ihnen gelernt haben.
Auch wenn es manchmal etwas anstrengend mit uns war, danken wir euch fuer eure Geduld mit uns und das zu jeder Zeit offene Ohr fuer uns.
Es ist immer wieder toll, mit euch zusammen auf der Buehne zu stehen und es macht einfach nur Spaß. Danke fuer alles!

Zum Schluss danken wir noch allen Eltern, Geschwistern, Verwandten, Freunden und allen, die uns immer bei unseren Auftritten oder anderen Aktionen, hauptsaechlich aber bei der Reise tatkraeftig unterstuetzt haben.
Wir hoffen, dass ihr durch unsere Berichte immer gut informiert wart und unsere Erlebnisse ein bisschen miterleben konntet. Wir haben uns immer sehr ueber eure Kommentare und Rueckmeldungen zu unserem Blog gefreut.


Das Kambodschaabenteuer ist zuerst einmal wieder vorbei. Wir hoffen jedoch auf ein weiteres mit genauso tollen Leuten und genauso tollen Erlebnissen und ein Wiedersehen mit unseren kambodschanischen Freunden.

Montag, 2. November 2009

12. Tag - Rueckreise

1. November '09, Phnom Penh

Abreisetag, das bedeutet zwangslaufig frueh aufstehen, naemlich genau um halb 6 uhr morgens.
Bevor wir uns am Flughafen an Sandwiches, Croissants, Doughnuts und Cappucino staerken konnten, mussten wir erneut eine viel zu kalte Fahrt ertragen, diemal jedoch in mehreren Taxis.
Doch nicht nur die Kaelte machte uns zu schaffen, sondern auch die aussergewoehnlich risikobereiten Fahrweise der kambodschanischen Fahrer, die sich im slalom zwischen Lastwagen, Mofas und Autos hindurchschlaengelten. Nicht mal vor roten Ampeln wurde halt gemacht.

Bevor wir eincheckten machten wir noch ein letztes Gruppenfoto. Danach war es wieder einmal soweit: der zweite Abschied dieser Reise stand bevor. Diesmal von den vier Kambodschanern, die uns nach Angkor Wat belgeitet hatten. Nach vielen langen Umarmungen Kuessen und Traenen trennten wir uns schweren Herzens von ihnen und machten uns zu unserem Schalter auf um unser Gepaeck aufzugeben.

Unser erster Flug verlief problemlos und schnell. In Bangkok angekommen fielen wir als erstes, mit Heisshunger, bei Burgerking ein, bei jedem waren die Augen mal wieder groesser als der Magen, weshalb wir uns nach dem Essen mehr kugelnd als laufend, traege zu unserem Gate bewegten. Unser Flug nach Muenchen hatte 50 Minuten Verspaetung, was aber nicht weiter tragisch war, da wir auch dort aufgrund eines weiteren verspaeteten Fluges nicht hetzen mussten.

Angekommen in Berlin wurden wir zunaechst freudig und neufierig wie exotische Zootiere durch die Glasscheibe beobachtet. Unser Gepaek kam zum Glueck zuegig, sodass der richtige Empfang ohne die stoerende Scheibe nicht allzulange warten musste.
Endlich konnten wir unsere Geliebten Eltern, Geschwister, Freunde und Freundinnen in die Arme schliessen.
Nach langer und kraeftezehrender Reise waren wir endlich wieder zu Hause angekommen.

Eure Tebras.

11. Tag - Besichtigung von Angkor

Siem Reap, 31. Oktober '09

An unserem letzten Tag in Kambodscha standen wir um 4 Uhr frueh auf, um uns den Sonnenaufgang ueber Angkor Wat anzusehen. Dies wird von allen als wunderschoenes Naturschauspiel beschrieben, dass man sich unbedingt anschauen sollte. Wir fuhren also mit unsere Tuk Tuks durch die unerwartet kalte kambodschanische Nacht bis zur Bruecke, die zum Tempel fuehrt. Wir liefen, immer wieder stolpernd, durch die Dunkelheit, die nur von den Lichtern einiger weniger Taschenlampen durchbrochen wurde, ueber die gelaenderlose Bruecke bis direkt vor den Tempel. Dort machten wir unglaublich viele Bilder von der Kulisse Angkors im sich veraendernden Licht des Sonnenaufgangs. Anschliessend fuhren wir, hungrig von den fruehmorgenlichen Erlebnissen, zurueck ins Hotel, wo wir gemuetlich und gemeinsam mit allen anderen, die sich an diesem Morgen ausgeruht hatten, fruehstueckten.

Nachdem wir uns alle wieder gestaerkt hatten, ging es wieder zurueck nach Angkor Wat, da wir uns natuerlich noch den Tempel von innen und das riesige Gelaende bei Tageslicht anschauen wollten. Bei den Ein- und Ausgaengen der Tempel wurden wir immer schon von einer Horde von Haendlern erwartet, die durch staendiges und penetrantes Einreden auf die Touristen versuchten, ihre Ware zu verkaufen. Die einzige Moeglichkeit dem zu entgehen, ist, mit dem Tuk Tuk wegzufahren. Bei dem nächsten Tempeln wird man sogleich von den naechsten Haendlern erwartet, sobald man aussteigt.
Bei uns ging es danach zum Bayon Tempel, den wir mit seinen vielen riesigen Steinkoepfen und -gesichtern mit am eindrucksvollsten fanden.
Schliesslich waren wir, von den vielen Eindruecken und der Hitze geschafft, schon ziemlich hungrig, weshalb wir das naechstgelegene Restaurant aufsuchten. Auf dem Weg dorthin kamen wir an der Elefantenterrasse vorbei, die wir aber aufgrund unserer Erschoepfung von den Tuk Tuks aus anschauten und fotografierten. Beim Essen gab es unter den vielen typischen Gerichten und Getraenken auch frische Kokosmilch aus der mit einem Loch und einem Trinkhalm versehenen Frucht zu trinken.

Bei der Fahrt mit dem Tuk Tuk hatten wir Affen am Strassenrand gesehen, bei denen wir vermuteten, dass es Paviane sind. Da wir alle noch nie Affen in freier Wildbahn gesehen hatten, wollten wir uns nicht entgehen lassen, diese nochmal aus der Naehe zu betrachten und zu fuettern. Wir kauften uns also Bananen, naeherten uns neugierig, aber langsam den Tieren, und versuchten sie mit dem Futter zu locken. Dabei hatte der Eine mehr, der Andere weniger Erfolg. Die Bananen wurden entweder als wilkommenes Fressen angenommen, um sie genuesslich in den Baumwipfeln zu verspeisen, oder aber nur kurz veraechtlich angeschaut, um sie anschliessend lustlos wieder fallen zu lassen.

Wieder zurueck im Hotel verbrachten wir die restliche freie Zeit im Wasser. Manche entspannten einfach nur in der Whirlpoolecke oder sonnten sich auf den Liegen, andere veranstalteten Tauchwettbewerbe. Entspannt, jedoch muede stiegen wir in den Bus, der uns nach Phnom Penh bringen sollte und gingen die sechsstuendige Reise an. Die Fahrt wurde jedoch kaelter als erwartet, da die Klimaanlage welbst auf niedrigster Stufe fuer uns viel zu kalt war. Wer haette gedacht, dass uns einmal zu kalt wird, einem einheimischen Busfahrer jedoch nicht. Nach kurzer Diskussion konnten wir ihn jedoch davon ueberzeugen, die Klimaanlage auszuschalten. Gegen elf Uhr abends kamen wir dann im Hotel an, in dem die Decken leider unbezogen und die Kissen ziemlich hart waren, wir jedoch vor Erschoepfung trotzdem bald schlafen gingen.

Tschuess!
Die Tebras

Freitag, 30. Oktober 2009

10. Tag - Besichtigung von Angkor

Siem Reap, 30.Oktober '09, 11:13 PM

Unser Tag begann zu einer aehnlichen Uhrzeit wie in Battambang, mit dem Unterschied, dass wir hier nicht die Dusche sondern den Pool zur morgendlichen Erfrischung nutzten.
Nach dem Fruehstueck, welches wegen der hoeheren Touristenpreise teurer ausfiel als gewohnt, dafuer aber bei Manchem auch aus Pancakes oder Fruchtshake bestande, warteten unsere Stamm Tuk Tuk Fahrer auf uns, die uns den ganzen Tag durch die Tempelanlagen begleiten sollten.

Der erste Teil der Fahrt ging durch die Stadt zur Parkpasskaufkasse.
Die Fahrer, auf deren Erfahrung und Tipps wir bei der Planung unsere Tour vertrauten, brachten uns zuerst nach Banteay Srei, dem besterhaltensten Tempel des gesamten Angkor-Komplexes. Dieser befindet sich aber auch 20 km von diesem entfernt.
Auf der fast 1 Stunde dauernden Fahrt dortin konnten wir sogar Affen am Strassenrand beobachten.

Der erste Tempel, den wir besichtigten, hiess also Banteay Srei, der sich zwar nicht durch die besondere Hoehe, dafuer aber durch besonders filigrane Verzierungen und Statuen auszeichnet.
Auf dem Rueckweg zur naechsten Tempelanlage mussten wir wegen eines platten Reifens an einem Tuk Tuk eine Zwangspause einlegen. Die Wartezeit verkuerzten wir uns in Pre Rup.
Da hatten wir nun endlich einen hohen Tempel. Einfach unglaublich!
Die steilen, schmalen Treppen waren schwer zu erklimmen, aber von oben hatte man unter sengender Sonne einen tollen Blick ueber den Urwald.

Kurze Zeit spaeter ging es zum Mittagessen in ein Touristenrestaurant in der Naehe von Angkor Wat, in dem wir so viele Nicht-Kambodschaner wie sonst noch nie irgendwo in diesem Land gesehen haben. Obwohl die Portionen kleiner waren, als der fuer kambodschanische Verhaeltnisse exorbitante Preis zugelassen haette, konnten wir gestaerkt die zweite Tageshaelfte in Angriff nehmen. Denn als naechstes ging es nach Ta Phrom, dem Tempel, der mit vielen Baeumen verwurzelt ist, weil er irgendwann sich selbst ueberlassen wurde.
Hier fuehlte man sich wirklich im Djungel, weil die Vegetation allgegenwaertig und Vogelgeschrei und Affengekreische staendig zu hoeren war.

Als letztes Highlight war der Sonnenuntergang auf dem Tempelberg Phnom Bakheng geplant. Es bestand die Moeglichkeit mit einem Elephanten den berg hochzureiten, aber 20 Dollar pro Person waren uns ein bisschen zu viel. Deshalb nahmen wir einen klienen Pfad den Huegel hinauf und dann die steilen Stufen des eigentlichen Bauwerks. Aber natuerlich waren wir nciht die einzigen Leute, die dieses Naturschauspiel beobachten wollten und so waren wir nur wenige i der internationalen Menschenmenge, die sich den Sonnenuntergang anschaute. Sobald die Dunkelheit hereingebrochen war, mussten wir uns beeilen wieder hinabzusteigen und aus den vilen Tuk Tuks am Fusse des berges unsere herauszusuchen.

Zurueck im Gaestehaus gab es natuerlich das obligatorische Bad im Pool, gefolgt vom Abendessen, das sich nicht sonderlich von dem vom Vorbaend unterschied.
Als Abschluss des Tages gingen wir noch auf einen Nachtmarkt, wo wir viele Souvenirs erstehen konnten. Das angenehme Klima und die nicht allzu aufdringlichen Verkaeufer liessen uns laenger bleiben und einiges an Geld dort lassen.

Morgen wollen wir den Sonnenaufgang sehen, weshalb wir sehr frueh aufstehen muessen und deshalb jetzt schlafen gehen.

Gute Nacht!
Die Tebras

Donnerstag, 29. Oktober 2009

9. Tag - Die Bootsfahrt

29. Oktober '09, 09:17 PM, Siem Reap

Wir haben einen sehr langen, anstrengenden aber auch eindrucksvollen Tag hinter uns.
Die Rede sit von der Bootsfahrt von Battambang nach Siem Reap.
Frueh am morgen, genauer gesagt um halb 8, brachen wir zum Fruehstueck auf, um uns anschliessend mit eineigen PPSlern zu treffen und mit ihnen gemeinsam zur Bootsanlegestelle zu fahren.
Dort wartete unser eigens fuer uns reserviertes Boot auf uns, mit dem wir den Sontkei (wir hoffen, dass man den Namen des Flusses so schreibt) entlang bis nach Siamreap fuhren. Zunaechst war die Fahrt abenteuerlich mit vielen Slalomeinlagen rund um die ausgelegten Fischernetze. Nach und nach nahmen die zeichen der Zivilisation ab und wir fuhren, nur noch gelegentlich einem anderen Schiff begegnend, an Palmen und schier undendlich weiten, von Baeumen und Wasserpflanzen durchzogenen Wasserflaechen vorbei. Doch auch hier lebten Menschen in Doerfern aus Pfahlbauten oder einfach in Hausbooten.
Nach ca. 3-stuendiger Fahrt steuerte der "Kapitaen" eine kleine Insel an, auf der es einen Tempel - mit Buddastatue, einem riesigem Libellenschwarm davor und Fledermaeusen darin - , mehrere Essensstaende und eine Menge Leute gab.
Von einem mehr als 60 Jahre alten, dreistoeckigen, von aussen sehr huebschen, von innen aber mehr als morschen Pfahlhaus, wo man aufpassen musste, dass man nicht in ein Loch im Boden und somit mehrere Stockwerke nach unten fiel, konnte man die unendliche Flussebene ueberblicken und in der Ferne unser Ziel anhand des einzigen Berges weit und breit erkennen.
Nachdem wir uns etwas an merkwuerdigen, aber billigen chinesischen Keksen gestaerkt hatten, ging die Fahrt weiter.
Eigentlich war vorgesehen gewesen, etwa 2 Stunden vor Siem Reap eine Mittagspause in einem Flussrestaurant zu machen, doch, dort angekommen, stellte sich heraus, dass der Bootsfuehrer versaeumt hatte, uns anzumelden, was zur Folge hatte, dass es keinen Reis mehr gab. Deswegen entschieden wir, ohne Mittagessen durchzufahren.
Der letzte Teil der Odysee war etwas ermuedend und so waren wir alle froh, dass wir um circa 4.00 PM endlich im Hafen von Siem Reap anlegten.
Gleich wurde deutlich, dass hier der touristische Einfluss wesentlich hoeher ist als in Battambang. Sofort wollten uns 6 Tuk Tuk Fahrer dazu bewegen, in ihre Gefaehrte einzusteigen, indem sie mit uebertriebener Freundlichkeit unser Gepaeck vom Boot umluden. Man koennte direkt meinen, dass unter ihnen ein Konkurrenzdruck herrscht, wer die neuen Touristen befoerdern darf.
Zwar mussten wir jetzt noch eine holprige und lange Fahrt zum Hotel ueberstehen, aber letztendlich erreichten wir es irgendwo in Siem Reap.
Unsere normalerweise gruendliche Zimmerinspektion belief sich diesmal nur auf wenige Sekunden, weil alle nur ihr Handtuch schnappten, um so schnell wie moeglich den hoteleigenen Swimmingpool in Anspruch zu nehmen.
Anschliessend nahmen wir unser Abendessen, erst die zweite richtige Mahlzeit an diesem Tag, direkt im Hotel zu uns. Obwohl es den Anschein hatte, dass die Hotelbetreiber nicht wirklich auf im Haus speisende Gaeste eingetellt sind - das Studieren der einzigen Speisekarte haette zu lange gedauert, weswegen wir beschlossen, alle das Gleiche zu bestellen -, waren wir alle hinterher zufrieden, endlich wieder satt zu sein.

Jetzt werden wir alle frueher als sonst ins Bett gehen, damit wir die beiden naechsten Tage in Angkor Wat auch voll ausschoepfen koennen. Wir haben beschlossen, am Samstag um 4.00 AM aufzustehen, um den Sonnenaufgang ueber den Tempeldaechern beoabachten zu koennen. Deswegen brauchen wir unseren Schlaf!

Gute Nacht
Die Tebras

Mittwoch, 28. Oktober 2009

8. Tag - Abschied von PPS

Battambang 28.Oktober '09 10:19 PM


Nach dem heutigen Tag sind unsere Gefuehle zwiegespalten: Einerseits sind wir tottraurig das Gelaende, alle wiedergetroffenen und neu gefundenen Freunde verlassen zu muessen, andererseits freuen wir uns schon riesig auf das naechste Abenteuer: Angkor Wat.
Nachdem wir nun alle Workshops, Proben, Paraden und Auftritte hinter uns gebracht haben hatten wir den Tag "frei"und nutzten ihn um Battambang einmal auf eigene Faust zu erkunden. Wir pilgerten also ueber die Maerkte und Laeden um dort unsere Geldbeutel zu erleichtern.
Erstanden wurden Hosen, T-Shirts und sonstiger Krimskams. Wir schlenderten sogar ueber den Fisch- und Fleischmarkt, wo wir so eingige Kuriositaeten entdeckten. Die sich noch windenden Aale waren unter ihnen wohl noch die normalste Entdeckung, viel beeindruckender waren jedoch der Frosch ohne Kopf und der Haufen Schlangen, die feilgeboten wurden.

Direkt im Anschluss, wir hatten extra das Fruehstuck ausfallen lassen, nahmen wir uns (mal wieder) ein Tuk Tuk um zu Phare Ponlieu Selpak zu fahren. Dort genossen wir den Tag, die freie Zeit mit den "PPSlern" und die relativ milden Temperaturen von nur ungefaehr 35 Grad im Schatten. Kurzweil brachte uns auch das lernen kleiner Kunststuecke in der Akrobatkschule. Doch wir mussten zwischendurch nocheinmal unterbrechen, um ein Gruppenfoto zu machen, die Trommeln zusammenzupacken und nach Hause ins Seng Hout Hotel zu fahren um dort ein zweites Mal zu packen, aber diesmal unsere Koffer, Taschen und Rucksaecke.

Wir nutzten den restlichen Tag um, immer schwermuetiger werdend, mit unseren Freunden zu verbringen. Manni, Sara, Anna und Katta waren noch zum Essen bei Jean-Christoph eingeladen (Ihr erinnert euch doch hoffentlich an ihn. Immerhin ist er einer der wichtigsten Organisatoren von PPS). Einige von uns, genauer gesagt Jan N. und Anja, blieben waehrend die anderen noch assen, laenger um auch noch die letzte freie Minute auf dem Gelaende verbringen zu koennen.

Jetzt sitzen wir hier an unserem letzten Abend in Battambang im Hotel, doch die Lust es nocheinmal richtig krachen zu lassen und gemeinsam zu feiern will nicht so richtig aufkommen.
Wir alle vermissen viel zu viele unserer Bekanntschaften und Freunde schon jetzt, auch wenn einige von ihnen uns gluecklicherweise noch nach Angkor begleiten werden. Waere das nicht der Fall, waere uns der Abschied wahrschinlich noch viel schwerer gefallen als er es jetzt schon ist.
Beide Seiten, so stellte sich eindeutig heraus, wuenschen sich ein baldiges Wiedersehen, am besten zum naechsten Tini-Tinou-Circusfestival 2010. Hoffen wir das Beste.

Doch erntshaft traurig koennen wir auch nicht sein, immerhin wartet schon morgen die naechste Etappe auf uns, das Abenteuer Kambodscha 2009 ist noch nicht vorbei.

Bis morgen (falls wir in Siem Reap Internet haben)
Eure Tebras





Wir machen Fortschritte bei unseren Kunststueckchen
(Jan hier nur stellvertretend fuer die Anderen,
Anja ist sehr huebsch als schattenhafte
Abbildung ihrer Selbst zu erkennen)


Wenn das kein Dreamteam ist.

Dienstag, 27. Oktober 2009

7. Tag - Parade und Auftritt

27 Oktober '09 Battambang 09:30 PM

Dialog des Tages:
Anja in die Runde: "Leute Ich habe Bauchschmerzen."
Daraufhin Marius: "Echt, wo denn?"

Heute war unser zweiter "großer" Tag
Zunaechst einmal hatten wir die Generalproben und Soundchecks mit beiden Workshops, also dem Samba- und Didgeworkshop. Diese liefen insgesamt sehr gut und vor allem schnell, was uns freute, denn wir waren alle noch von Gestern erschoepft und die Hitze tat wie immer ihr uebriges. Deshalb nachmen wir eher missmutig hin, dass spontan noch eine zweite Parade wie die gestrige angesetzt wurde. Erstmal unterwegs hatten wir aber trotzdem Spaß: Die Leute blieben ueberall stehen, wendeten sich nach uns um, und liefen manchmal sogar ein Stueck unseres Weges mit uns mit.

Nach absolvierter Herausforderung ging es sofort weiter. Wir sammelten unsere Auftrittssachen zusammen, bauten die Trommeln fuer die Workshoppraesentation auf und bereiteten uns mental auf die Shows vor.

Dann ging es endlich los.
Draußen, auf der Buehne neben der Musikschule, spielten wir mit den Workshopteilnehmern unser erstes Stueck, dirigiert von Huantan (einem der Kambodschanischen Musikern, der uns auch zum Essen eingeladen hatte).
So angeheizt begleiteten wir das Publikum spielend in das Zelt, wo es nahtlos mit der Didgepraesentation weiterging. Auch diese gelang glaenzend und kam deshalb gut beim Publikum an.
Es folgte die Show des PPS-Circus namens "The three Brothers", die mittels Akrobatik, Jonglage und Comedy alle in ihren Bann zog. Uns verschaffte sie eine kleine Pause, die wir nutzten um nocheinmal den Ablauf durchzusprechen: Wer steht wo? Wo ist der zweite Beatstock abgeblieben und wo ist ueberhaupt Marius? Wir fanden beide, zum Glueck noch rechtzeitig, draussen vor dem Zelt.

Wir eroeffneten unser Programm, diesmal nicht mit einer Stunteinlage von Jan, sondern mit dem neuen 6/8 Stueck, das ihr in Zukunft bestimmt auch noch zu hoeren bekommen werdet.
Das weitere Programm entsprach, bis auf eine kleine Aenderung, dem gestrigen.
Wir fragten uns ob wir die unglaubliche Show und die einzigartige Atmosphaere von gestern ueberhaupt noch ueberbieten koennen. Anfangs sah es nicht so aus...
Doch langsam aber sicher taute das Publikum auf, bis es schliesslich, wie gestern, voellig aus dem Haeuschen war. Sie tanzten kreischend und klatschend auf den Baenken. Diesmal fingen sie sogar an, die Arme nach oben zu strecken und gemeinsam, zum Takt, von links nach rechts zu schwenken. Ein unglaublliches Bild das sich uns da bot. Wir fuehlten uns wie echte Rockstars.
Was wir ja auch sind. =)

Klitschnassgeschwitzt, ausgelaugt bis aufs Letzte gingen wir, stinkend und schwaechelnd, aber ueberaus zufrieden mit uns und der Welt und mit einem breitem Laecheln, das uns noch den ganzen Abend ins Gesicht geschrieben stand, ins Restaurant. Dort starkten wir uns fuer die Heimreise, die gleich an den Nachtisch anschloss und uns endlich der langersehnten Dusche naeher brachte.

Nach der Dusche warten nur noch unsere Betten und der hart-, aber wohlverdiente Schlaf auf uns.

Gute Nacht!
Eure Tebras






Damit bei der Show alles klappt, muss geuebt werden


Party!